Bernburg (dpa/sa) - Der Salzlandkreis muss eine Schulsanierung in Calbe ohne Fördermittel der Investitionsbank Sachsen-Anhalt stemmen. Die Bank hatte die ersuchte Förderung für die Sanierung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums abgelehnt - der Kreis werde nicht gegen den Bescheid klagen, teilte das Landratsamt am Freitag in Bernburg mit. Der Kreistag habe einem entsprechenden Vorschlag des Landkreises zugestimmt. Damit stehe fest, dass der Plan zur Sanierung des Calbenser Gymnasiums anders und neu aufgestellt werden müsse.

Der Kreis hatte als Träger der Schule einen Finanzbedarf von 3,7 Millionen Euro für deren energetische Sanierung errechnet. 900 000 Euro sollten aus Eigenmitteln zur Verfügung gestellt werden, 2,5 Millionen Euro sollten aus Fördermitteln kommen. Insgesamt waren bei der Investitionsbank 16 Anträge aus dem ganzen Land gestellt worden. Das Projekt in Calbe sei in der aktuellen Antragsrunde nur deswegen aus dem Topf mit insgesamt 13 Millionen Euro herausgefallen, weil das Geld nur für einige als dringender eingestufte Schulfördervorhaben gereicht habe.

"Wir stehen zum gymnasialen Schulstandort Calbe und werden die Eigenmittel nach neuer Prüfung ausschließlich hier einsetzen, so, dass der Schulbetrieb spürbar verbessert werden kann", versicherte Landrat Markus Bauer (SPD). Mit Unterstützung der Kommunalpolitik wolle er nun nach alternativen Fördermöglichkeiten Ausschau halten.

Mitteilung des Salzlandkreises