Magdeburg (dpa/sa) - Auf das Förderprogramm für mehr Lastenräder in Sachsen-Anhalt hat es einen regelrechten Ansturm gegeben. Bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung der Richtlinie am 21. April hätten so viele Förderanträge vorgelegen, dass das Jahresbudget in Höhe von 300 000 Euro "theoretisch ausgeschöpft" sei, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Magdeburg am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Allerdings laufen derzeit noch die Bewilligungsverfahren. Alle Anträge werden genau geprüft." Deshalb sei noch keine abschließende Bilanz möglich.

Anträge auf finanzielle Unterstützung für den Kauf eines umweltfreundlichen Transportfahrrades seien vor allem von Privatpersonen beim Landesverwaltungsamt gestellt worden. Gefördert würde die Hälfte der Ausgaben - maximal jedoch 1500 Euro pro Lastenrad. Ist das Rad für die Zulassung im Straßenverkehr nicht mit Beleuchtung, Klingel, Rückstrahler oder Reflektorstreifen ausgestattet, könne das Nachrüsten ebenfalls gefördert werden. Voraussetzung für den Zuschuss sei, dass der Förderantrag vor dem Kauf gestellt und bewilligt werde, hieß es.

Im Juni 2019 hatten CDU, SPD und Grüne beschlossen, die Anschaffung von Lastenrädern finanziell zu unterstützen. Laut Ministerium kann jeder einen Förderantrag stellen, etwa Familien für den täglichen Weg in den Kindergarten oder Betreiber kleiner Läden. Lastenräder können zwei oder drei Räder und auch einen Elektroantrieb haben.

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