Leipzig (dpa) - 29 Jahre nach den Montagsdemonstrationen in Leipzig widmet sich das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig dem Umbruch in der damaligen DDR. Bis zum 7. April 2019 dokumentieren rund 50 ausgewählte Aufnahmen des ehemaligen "Stern"-Fotografen Harald Schmitt Widerstandsmomente in der DDR und in den osteuropäischen Nachbarstaaten aus der Zeit von 1978 bis 1991, wie das Forum am Dienstag mitteilte.

Schmitt drückte auf den Auslöser als im August 1980 Streikführer Lech Walesa und Werftarbeiter in Danzig für freie Gewerkschaften kämpften. Er war auf dem Wenzelsplatz in Prag, wo im November 1989 täglich tausende Menschen gegen Polizeiterror und Unfreiheit demonstrierten. Zudem dokumentieren die Bilder, wie in Ost-Berlin und Dresden der stille Protest und Friedensinitiativen begannen. Durch die Verknüpfung der Fotos aus der DDR mit denen aus umliegenden kommunistischen Staaten wird deutlich, wie sehr die Entwicklung in der DDR und in den osteuropäischen Ländern ineinandergriffen.

Nach den umfangreichen Umbaumaßnahmen wird im Zeitgeschichtlichen Forum die neu konzipierte Dauerstellung zu SED-Diktatur und Mauerfall am 6. November eröffnet. In der neuen Schau wird aber auch der Transformationsprozess nach der Friedlichen Revolution 1989 dargestellt. Für die Neugestaltung standen vier Millionen Euro zur Verfügung. Das Zeitgeschichtliche Forum war 1999 eröffnet worden und gehört zur Stiftung Haus der Geschichte in Bonn.