Magdeburg (dpa/sa) - Die ersten französischen Covid-19-Patienten, die am Universitätsklinikum Magdeburg behandelt worden sind, können nach Hause zurückfliegen. Zwei Patienten, die sich gut erholt hätten, sollten am Mittwochnachmittag entlassen werden, zwei weitere am Donnerstag, kündigte das Uniklinikum am Mittwoch an. Insgesamt sechs Patienten aus Elsass-Lothringen seien in einem kritischen Zustand Anfang April aufgenommen worden.

Im Klinikum dankten Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Morgen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz. Man habe helfen können, weil die Kapazitäten im Land nicht ausgelastet seien. Haseloff sagte: "Das wird Europa zusammenschweißen".

In Sachsen-Anhalt sind laut Grimm-Benne aktuell etwa 36 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 19 dieser Patienten müssten beatmet werden. Rund 285 Intensivbetten würden für andere Patienten genutzt, knapp 300 seien aktuell frei. Die Aufnahme der schwerkranken französischen Patienten sei auch gut gewesen, um bei der Behandlung und Pflege von Covid-19-Patienten dazuzulernen.

Mit Blick auf die Beratungen über die weiteren Maßnahmen zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus plädierte Haseloff erneut für Augenmaß. Man müsse sensibel und Schritt für Schritt vorgehen.