Magdeburg (dpa/sa) - Wegen einer Vergewaltigung mit Todesfolge kommt ein Arzt aus Halberstadt ab dem 28. September vor das Landgericht Magdeburg. Der 42-Jährige soll im Februar einer Frau während eines einvernehmlichen sexuellen Kontakts heimlich Kokain verabreicht haben, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Die Frau starb an einer Kokainvergiftung. Wie es hieß, komme unter Umständen auch eine Verurteilung wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen in Betracht.

Insgesamt wirft die Anklage dem Mediziner zehn Straftaten vor. Denn in weiteren neun Fällen soll er vier andere Frauen unter Drogen gesetzt habe - teilweise gegen deren ausdrücklichen Willen. Auch hier soll es zum Teil zu Sex gekommen sein. Während der Ermittlung hat der Beschuldigte den Angaben zufolge von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Er sitzt seit seiner Festnahme im März in Untersuchungshaft.