Berlin (dpa) - Nach den Feiern zum 30. Jahrestag des Mauerfalls gibt es ein großes Interesse an den Bändern der Freiheitswolke, die am Brandenburger Tor in Berlin schwebte. Institutionen und Archive hätten angefragt, ob sie die Streifen mit Wünschen, Hoffnungen und Ideen von 30 000 Menschen bekommen könnten, sagte eine Sprecherin der Kulturprojekte GmbH am Montag. Auch die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur habe ihr Interesse angemeldet, hieß es. Die Landesgesellschaft hatte das Jubiläum im Auftrag des rot-rot-grünen Senats organisiert.

Die inzwischen abgebaute Kunstinstallation "Deine Vision im Himmel über Berlin" des US-amerikanischen Künstlers Patrick Shearn war in den Tagen vor dem Jubiläum am 9. November eine Attraktion für Berliner und Touristen. Gerade abends machten Besucher unter der stimmungsvoll illuminierten Wolke Selfies oder erzählten sich ihre Geschichten.

Für die Installation, die auf einer Länge von 150 Metern über der Straße des 17. Juni aufgespannt war, waren mehrere tausend Meter Seil und Hunderte Knoten mit den Bändern verbunden worden, die sich im Wind bewegten. Damit sollte an die Transparente der Demonstranten aus dem Herbst 1989 erinnert werden. Eine Verlängerung kam laut Kulturprojekte nicht in Frage - die Straße müsse wieder für den Verkehr frei werden, hieß es.