Hohenseeden/Mücheln/Plätz/Deetz (dpa/sa) - Dank beheizter Felder ist in Sachsen-Anhalt der erste Spargel gestochen worden. Bei ihm laufe die Ernte schon seit mehreren Tagen, sagte Spargelbauer Klaus Heinl aus Plätz. Etwa 10 Prozent der Felder würden unterirdisch beheizt.

Das Edelgemüse liefert Heinl an Feinkostläden in Hamburg sowie in die Schweiz und nach Österreich. Der Kilopreis liege bei 14 Euro. Er habe seine Anbaufläche etwas verkleinert, weil in den vergangenen Jahren die Preise immer weiter gefallen seien.

Auf Spargel ihrer Region werden die Sachsen-Anhalter ansonsten noch etwas warten müssen. Anfang bis Mitte April werde es wohl losgehen, sagte der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Hohenseeden/Parchen, Patrick Wolter. Offen sei, wie die Spargelpflanzen die lange Trockenheit nach der Ernte im vorigen Jahr überstanden haben. "Das ist das große Rätsel vor dem wir stehen. Der Wasserhaushalt im Boden ist noch lange nicht wieder aufgefüllt", sagte er.

Auch Spargelbäuerin Antje Hindorf aus Mücheln geht ebenso wie ihr Kollege Mathias Mösenthin aus Deetz davon aus, dass Anfang bis Mitte April Erntestart für das beliebte Saisongemüse ist. Hindorf setzt auf die Sonne.

Im vorigen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt 2800 Tonnen Spargel auf 500 Hektar Fläche geerntet. Bundesweit waren es 129 600 Tonne auf 23 100 Hektar. Die größten Spargelgebiete liegen in Niedersachsen, gefolgt von Brandenburg und Bayern.

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