Wörlitz (dpa/sa) - Nach der langen Trockenheit des Vorjahres sind der See und die Kanäle im Dessau-Wörlitzer Gartenreich wieder gut mit Grund-und Niederschlagswasser gefüllt. Seit Herbst bis zum Jahresanfang seien die Gewässer entschlammt worden. Die Arbeiten gingen durch die Austrocknung besser und effizienter. "Wir haben das beste daraus gemacht", sagte die Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Brigitte Mang.

Es seien 400 000 Euro von Bund, Land und Stiftung geflossen. "Wir haben sehr gute Förderungen gehabt", sagte Mang. Während der Dürre-Periode im vorigen Sommer hatten die Mitarbeiter im Gartenreich Blumen, Kübelpflanzen oder Jungpflanzen ausgiebig gewässert und vor dem Verdorren bewahrt.

Offen sei noch, wie die alten Gehölze die Trockenheit verkraftet haben. "Das werden wir erst in dieser Saison oder in den nächsten Saisons sehen", sagte Mang. Außerdem habe es durch Stürme, Hochwasser und Schädlingsbefall Vorschädigungen gegeben. "Momentan sind wir in der Planung für Projekte zum Gehölz- und Gewässermanagement für das Gartenreich", sagte Mang.

Das heute rund 140 Hektar große Gartenreich wurde 1765 nach Entwürfen von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und dessen Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff geschaffen. Im Jahr 2000 wurde es mit dem Welterbe-Status der Unesco ausgezeichnet. Der Landstrich mit weitläufigen Parks sowie Schlössern, Tempeln und romantischen Kanälen für Gondelfahrten zieht jährlich Tausende Besucher an.

Gartenreich Dessau-Wörlitz