Haldensleben (dpa/sa) - Der Geschäftsführer von Sachsen-Anhalts größtem Autozulieferer Ifa, Robert Gutsche, legt Ende November seine Arbeit nieder. Der Schritt sei langfristig geplant und einvernehmlich beschlossen worden, sagte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag in Haldensleben. Zuvor berichtete die "Magdeburger Volksstimme" (Donnerstagausgabe) über die Entscheidung.

Der Autozulieferer befindet sich derzeit mitten in einer Sanierung. "Die erste Phase ist gut angelaufen", so die Unternehmenssprecherin. Bis Frühjahr 2022 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Gutsche werde bis Ende Februar 2020 der Firma beratend zur Seite stehen, hieß es. Seine Aufgaben wolle der Sanierungsmanager Arno Haselhorst mitübernehmen.

Die Ifa-Gruppe produziert am Hauptsitz in Haldensleben, aber auch in sieben weiteren Werken in Deutschland, Polen, China und den USA Teile für die Autoindustrie. Anfang dieses Jahres musste das Unternehmen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf Druck der Banken den Sanierungsmanager Haselhorst einsetzen. Ende Juni konnte eine entsprechende Vereinbarung mit den beteiligten Banken und Gläubigern geschlossen werden. Nach eigenen Angaben beschäftigt Ifa weltweit mehr als 3000 Mitarbeiter.