Halle (dpa/sa) - Bei einer Demonstration in Halle sind aus dem Protestzug heraus verfassungswidrige Symbole der rechten Szene gezeigt und Polizisten attackiert worden. Die Polizei leitete zehn Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Körperverletzung. Demnach wurde bei der Montagsdemo mehrfach der Hitler-Gruß gezeigt und von einigen der rund 450 Teilnehmer "Sieg Heil" gerufen. Manche Demonstranten seien stark alkoholisiert gewesen und hätten Polizisten bespuckt. Außerdem sei es zu Handgreiflichkeiten unter Demonstranten gekommen.

Nach den jüngsten Vorfällen in Chemnitz und Köthen hatte die rechte Szene ihre Anhänger für die Demo verstärkt mobilisiert. Wie viele der Teilnehmer Rechtsradikale waren, vermochte die Polizei zunächst nicht zu sagen. Neben der Montagsdemo gab es demnach eine Gegenveranstaltung der linken Szene mit 80 bis 100 Teilnehmern, die nach Polizeiangaben aber friedlich blieb.