Magdeburg (dpa/sa) - Wegen des Austritts einer giftigen Flüssigkeit ist es am Bahnhof Stendal zu stundenlangen Behinderungen gekommen. Nachdem am Mittwoch gegen 10 Uhr ein Leck in einem Kesselwagen entdeckt wurde, musste der Bahnhof für rund vier Stunden für den Regionalverkehr größtenteils gesperrt werden, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Der Fernverkehr wurde umgeleitet und konnte nicht im Bahnhof halten. Auch im Nahverkehr mussten Reisende bis in den Nachmittag Verspätungen in Kauf nehmen.

Bei der tröpfchenweise ausgetretenen Flüssigkeit handelt es sich nach Angaben der Bundespolizei um sogenanntes Epichlorhydrin. Der farblose Stoff gilt als krebserregend und kommt unter anderem in der Produktion von Kunstharzen zum Einsatz. Feuerwehr, Rettungsdienst und Mitarbeiter des Umweltamtes waren vor Ort, um die Flüssigkeit zu untersuchen und das Gelände abzusperren.