Naumburg/Halle (dpa/sa) - Die Gläubiger des insolventen Burgenlandklinikums haben die bisherigen Sanierungsschritte und die geplante Übernahme durch die SRH-Gruppe gebilligt. Das teilte ein Kliniksprecher nach einer Gläubigerversammlung am Dienstag im Amtsgericht Halle mit. Nach Willen der Gläubiger soll Sachwalter Lucas Flöther die Sanierungsbemühungen weiter überwachen.

Das Burgenlandklinikum hatte im September wegen finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Vor einer Woche wurde verkündet, dass das bisher kommunale Haus künftig unter das Dach der gemeinnützigen SRH-Gruppe wechselt.

Laut SRH sollen beide Standorte in Naumburg und Zeitz erhalten bleiben und keine Stellen beim medizinischen Personal eingespart werden. In den anderen Bereichen, vor allem in der Verwaltung, sind laut SRH-Vorstandschef Christof Hettich Einsparungen wahrscheinlich.

Konkrete Konzepte zur künftigen Struktur sollen in den kommenden Monaten feststehen. Nach der Übernahme muss das Burgenlandklinikum in einem Insolvenzplan ein Ende der finanziellen Probleme nachweisen. Gelingt das, könnte ein Gericht im April das Insolvenzverfahren offiziell beenden.