Gotha (dpa) - Die Ergebnisse der Echtheitsprüfung des möglichen Diebesguts aus einem der größten DDR-Kunstdiebstähle werden im kommenden Frühjahr erwartet. Das sagte der Sprecher der Stiftung Schloss Friedenstein, Marco Karthe, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es sei angedacht, das Resultat der aufwendigen Untersuchungen in einer gemeinsamen Aktion aller Beteiligten in Gotha oder Berlin zu präsentieren.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass fünf hochkarätige Bilder, die vor 40 Jahren auf mysteriöse Weise aus der Sammlung von Schloss Friedenstein in Gotha gestohlen wurden, wieder aufgetaucht sein könnten. Derzeit prüfen der Stiftung zufolge Experten im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen Berlin, ob es sich bei den Bildern um die gestohlenen Gemälde handelt.

Die Werke waren in der Nacht zum 14. Dezember 1979 verschwunden. Es handelt sich um Arbeiten alter Meister: "Brustbild eines jungen Mannes" von Frans Hals, "Landstraße mit Bauernwagen und Kühen" von Jan Brueghel dem Älteren, "Selbstbildnis mit Sonnenblume" von Anthonis van Dyck, "Alter Mann" von Jan Lievens sowie "Heilige Katharina" von Hans Holbein dem Älteren.