Magdeburg (dpa/sa) - Die von der Bundesregierung angekündigten kostenlosen FFP2-Masken für Corona-Risikopatienten sorgen in Sachsen-Anhalts Apotheken bereits für zahlreiche Anfragen. Die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt (AKSA) bittet die Patienten bei der Bereitstellung jedoch noch um Geduld. "Leider gibt es momentan noch keine rechtliche Handhabe für die Abgabe", teilte AKSA-Präsident Jens-Andreas Münch am Donnerstag mit. "Darum müssen wir ganz dringend um Verständnis werben, jetzt noch nicht in den Apotheken nach diesen kostenlosen Masken zu fragen."

Zunächst müsse das Bundesgesundheitsministerium eine entsprechende Verordnung in Kraft setzen. Damit rechne er am 14. Dezember, frühestens einen Tag später könnten Risikopatienten dann bis zu drei Masken in ihrer Stammapotheke abholen. "Auch dann wird es für uns eine logistische Herausforderung, die Übergabe an die Risikopatienten vorzunehmen", sagte Münch. Das gehe nicht alles sofort. "Aber wir setzen alles daran, damit wir unsere Risikopatienten versorgen können." Patienten, die als Stammpatienten in einer Apotheke gelistet sind, würden nun profitieren. "Denn diese Patienten sind dem Apotheker vertraut und die Abgabe kann problemlos laufen", teilte der AKSA-Präsident mit.

Als Risikopatienten gelten Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Ab Januar sollen laut AKSA berechtigte Patienten in einer zweiten Phase mit weiteren Masken versorgt werden. "Dafür werden sie von ihrer Krankenversicherung fälschungssichere Berechtigungsscheine für zweimal je sechs FFP2-Masken erhalten", teilte die Kammer mit.