Hannover (dpa) - Kein Nachwuchs, kein Geld: Ein großer Teil der Gedenkmuseen an der innerdeutschen Grenze hat mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Viele dieser Museen seien nach der Wende von Ehrenamtlichen gegründet worden, sagte Christian Hellwig von der Forschungsgruppe "Grenzgeschichte(n)" an der Universität Hannover der Deutschen Presse-Agentur. Die finanzielle Ausstattung sei deswegen gering, oft fehle der Nachwuchs, um die Projekte fortzuführen: "Da muss man sich schon die Frage stellen: Was passiert eigentlich mit diesem erinnerungskulturellen Schatz, wenn nicht entsprechende Strukturen geschaffen werden, dass das bewahrt werden kann?"

Insgesamt gibt es entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze rund 900 Museen und Gedenkorte. Besonders für die jüngere Generation seien diese wichtig, meinte Hellwig. Nur so könnten beispielsweise Überbleibsel der Teilung wie alte Wachtürme in den richtigen Kontext gestellt werden.

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