Magdeburg (dpa/sa) - Parallel zum Start der Corona-Impfzentren sind in Sachsen-Anhalt weitere mobile Impf-Teams für ihre Arbeit gerüstet. Seit Montag gebe es eine technische Ausrüstung für 70 Teams, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Das seien 30 mehr als zuletzt und 40 mehr als zum Start der Impfkampagne Ende Dezember. Allerdings ist die Ausrüstung zunächst eher vorbereitender Natur. Derzeit hänge viel davon ab, wann deutlich mehr Impfdosen verfügbar seien, sagte die Ministerin.

Die SPD-Politikerin bittet seit Tagen um Geduld bei jenen, die sich für sich oder ihre hochbetagten Angehörigen um einen Termin im Impfzentrum bemühen. Derzeit seien wegen des geringen Vorrats an Impfdosen nur begrenzt Termine freigeschaltet worden. Mit dem Hochfahren der Impfzentren solle die Logistik erprobt werden, ehe mit mehr Nachschub dann der Betrieb hochgefahren werden könne.

Grimm-Benne warb auch darum, dass alle Impfberechtigten in den Zentren auch dann versorgt werden, wenn sie einen Termin ergattern konnten. "Ich habe die Landräte dringend gebeten, Termine nicht verfallen zu lassen, wenn die Betreffenden nicht aus ihrem Landkreis kommen", sagte die SPD-Politikerin.

Zuvor hätten mehrere Kommunalvertreter beklagt, dass ein Teil der Termine an Interessenten von außerhalb gegangen sei. Der Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer, hätte zuletzt auch öffentlich seinen Unmut darüber ausgedrückt, dass ein Viertel der zunächst vergebenen Termine in seinem Impfzentrum an Auswärtige ging. Die Bundesregel zur Reihenfolge und die zentralen Buchungssysteme unterschieden nicht nach Regionen, sondern nur nach Berechtigung, so Grimm-Benne.

Am Montag starteten in Sachsen-Anhalt in der Hälfte der 14 Kreise und kreisfreien Städte die Impfzentren. Dort können sich Über-80-Jährige impfen lassen, die nicht im Pflegeheim leben, wenn sie einen Termin ergattern konnten. Auch Beschäftigte in Pflegeheimen und von bestimmten Klinik-Stationen sind impfberechtigt.