Magdeburg (dpa/sa) - Nach monatelangen Schließungen und Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie soll nach den Sommerferien an allen Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt wieder der reguläre Betrieb starten. Geplant sei, dass ab 27. August wieder der Regelbetrieb beginnt, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung der schwarz-rot-grünen Landesregierung in Magdeburg. Damit würden die bisherigen Gruppenregelungen wegfallen. Vorgaben zu Abstand und Hygiene soll es laut Grimm-Benne jedoch weiterhin geben.

Derzeit können Kinder zwar täglich Kitas und Grundschulen besuchen. Allerdings gilt eine strikte Einteilung in Gruppen mit fest zugeteilten Pädagogen, die nicht gemischt werden dürfen. An den weiterführenden Schulen sind die Klassen in mehrere Gruppen geteilt und lernen tageweise abwechselnd zuhause und in der Schule. Zuletzt mussten mehrere Schulen in Sachsen-Anhalt nach Corona-Fällen zwischenzeitlich schließen.

Für die Kitas soll die Einteilung in strikt getrennte Gruppen schon während der Sommerferien gelockert werden. Grimm-Benne kündigte an, zeitnah entsprechende Regelungen zu erlassen. Ziel sei es, dass trotz Urlaubszeit möglichst viele Kinder betreut werden könnten.

Mitte März hatte Sachsen-Anhalt alle Kitas und Schulen geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Seit dem 23. April kehrten Schülerinnen und Schüler schrittweise zurück. Seit Juni haben sie regelmäßig wieder Unterricht, allerdings mit den geltenden Gruppenregeln.