Eisleben (dpa) - Der Industriebäcker Aryzta schließt zwei kleine Standorte in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Produktion soll künftig auf das Hauptwerk in Eisleben konzentriert werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Betroffen von der Schließung sind die Werke im nordthüringischen Artern sowie in Mansfeld. Dort arbeiten den Angaben zufolge derzeit insgesamt gut 200 Mitarbeiter.

Es seien keine Kündigungen geplant, hieß es. "Allen Mitarbeitern dieser Standorte werden attraktive Arbeitsplätze im deutlich größeren und moderneren Werk angeboten." Die betroffenen Werke seien 15 beziehungsweise 30 Kilometer von Eisleben entfernt.

Mit dem Schritt will Aryzta nach eigener Aussage die Auslastung optimieren. Der Markt für Tiefkühlbackwaren sei hart umkämpft. Das Unternehmen setze daher "konsequent auf Effizienz". Bereits im Sommer hatte Aryzta angekündigt, die Zusammenlegung der Produktion zu prüfen. Der Umzug der Produktionslinien soll im Januar 2020 starten und bis zu eineinhalb Jahre dauern, kündigte Aryzta an.

Eisleben ist der deutsche Sitz des Schweizer Großkonzerns. Das dortige Werk wurde in den vergangenen Jahren für Millionensummen ausgebaut. Dort beschäftigt Aryzta nach eigenen Angaben knapp 1700 Mitarbeiter. Ein weiteres Werk im thüringischen Nordhausen mit rund 200 Beschäftigten ist von der Zusammenlegung nicht betroffen.

Im August 2016 hatte Aryzta sein Werk in Klötze in der Altmark geschlossen und 500 Beschäftigte entlassen. Der Großbäcker aus der Schweiz produziert an Dutzenden Standorten weltweit unter anderem Brote, Brötchen, Gebäck und Pizza.