Halle (dpa/sa) - Nach einer Auseinandersetzung in Halle zwischen mehreren Menschen ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung. Möglicherweise sei es bei dem Streit am Montagabend, bei dem ein wenige Wochen altes Baby verletzt wurde, um Geld gegangen, teilte die Polizei in Halle am Dienstag mit. Mehr als 200 Polizisten waren im Einsatz. Die genauen Hintergründe seien aber unklar und müssten weiter ermittelt werden.

Ersten Erkenntnissen nach waren am Montagabend mehrere Menschen zunächst verbal aneinandergeraten. Anschließend soll jemand in die Luft geschossen haben. Patronenhülsen oder eine Schusswaffe sind laut Polizei bislang aber nicht gefunden worden.

Während des Streits wurde ein einen Monat altes Baby verletzt. Es habe im Kinderwagen gelegen, als dieser umfiel und das Kind herausstürzte. Vermutlich war die Mutter nicht an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Das Kind befand sich auch am Dienstag weiter im Krankenhaus.

Mehr als 200 Polizisten waren den Angaben nach am Abend im Einsatz, sicherten Spuren und befragten Zeugen. Drei vorläufig festgenommene Männer seien wieder entlassen worden, da laut Polizei keine Haftgründe vorlagen. Zudem müsse noch ermittelt werden, welche der am Tatort angetroffenen Menschen an dem Vorfall beteiligt gewesen seien.