Erfurt (dpa) - Die Grünen-Energieminister und -Senatoren aus neun Bundesländern fordern in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den weiteren Ausbau der Solarenergie. "Die Energiewende ist noch lange nicht an ihrem Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung angelangt", heißt es in dem Schreiben, das die jeweiligen Ressortchefs von Thüringen, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Bremen, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein unterzeichneten. Zuvor hatten die Zeitungen der Mediengruppe Thüringen darüber berichtet.

Für das Erreichen der "Erneuerbare-Energien-Ziele" und die Umstellung auf eine CO2-neutrale Versorgung sei es notwendig, "die solaren Potenziale der urbanen Zentren und des ländlichen Raums viel stärker als bisher in den Fokus zu nehmen", heißt es in dem Positionspapier.

In dem Schreiben sprechen sich die Minister unter anderem dafür aus, dass der Mieterstromzuschlag auch für Solaranlagen mit größeren Leistung gezahlt wird. Außerdem soll nach dem Willen der Grünen-Politiker klargestellt werden, dass der Zuschlag auch für Quartierstromprojekte gezahlt wird.

Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) erklärte, dass Mieterstrom in ihrem Bundesland bereits gut funktioniere, es brauche aber mehr Unterstützung durch die Bundesregierung. Ihrer Ansicht nach sollte Mieterstrom "eine gebäudeübergreifende Lösung für klimafreundlichen und bezahlbaren Strom sein".