Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Grüne fordern mehr Einsatz gegen Rechtsextremismus. Es gebe massenweise Alltagsrassismus "offen und ungeschönt", sagte die Landesvorsitzende Susan Sziborra-Seidlitz. Auf einem kleinen Parteitag verabschiedeten die Grünen dazu am Samstag in Dessau-Roßlau einen Leitantrag. Unter dem Motto "Lebendige Demokratie verteidigen" forderten sie das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rechts zu stärken, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte.

Das Spektrum des Rechtsextremismus sei heute breiter denn je, betonte die Grünen-Chefin. Die AfD sei nur die parlamentarische Erscheinungsform. "Die AfD mag demokratisch gewählt sein, aber sie ist zutiefst antidemokratisch", sagte Sziborra-Seidlitz. Es gelte für alle demokratischen Parteien, Initiativen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie zu unterstützen, forderte sie.

Unterdessen hatten am Samstag in Dessau-Roßlau nach Angaben der Organisatoren, eines Bündnisses für Demokratie, rund 2500 Menschen gegen einen geplanten Aufmarsch von Rechtsextremen in der Stadt protestiert. Die rechte Kundgebung wurde laut Polizei ohne Begründung kurz vor Beginn abgesagt.

Pressemitteilung zum Kleinen Parteitag