Halle (dpa/sa) - Die Gefangenen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Halle werden Heiligabend traditionell Bockwurst mit Kartoffelsalat essen. "Am ersten Weihnachtsfeiertag erhalten die Gefangenen Entenkeule mit grünen Erbsen und Kartoffelklößen", teilte das Justizministerium mit. Für den zweiten Weihnachtstag seien Wildgulasch mit Rotkohl und Semmelknödeln vorgesehen.

Zudem sind und waren in dem Gefängnis weitere Programmpunkte für Weihnachten vorgesehen. Darunter ein Mitsing-Gottesdienst, "Musik hinter Gittern" sowie eine Wintershow mit Krippenspiel. "Während der Feiertage wird darüber hinaus ein Posaunenchor auftreten", heißt es.

Vor allem für die weiblichen Gefangenen sei eine Weihnachtswerkstatt geplant, in der Deko gebastelt und Plätzchen gebacken werden. "Die männlichen Inhaftierten legen vermehrt größeren Wert auf sportliche Aktivitäten." Dies werde etwa in Form von Tischtennis-, Kicker- und Skatturnieren ermöglicht.

Zudem sei es den Gefangenen gestattet eine größere Anzahl von Büchern auszuleihen, um die Feiertage zu überbrücken. Für bestimmte Väter sei zudem eine Familienzusammenkunft ermöglicht worden. "Einen gesamten Nachmittag lang erhielten die Gefangenen der Vätergruppe Besuch von ihren Kindern und deren Müttern, wobei der Weihnachtsmann Geschenke an die Kinder verteilte."

In dem Gefängnis sitzt auch der Rechtsextremist Stephan B. in Untersuchungshaft, der am 9. Oktober in Halle versuchte, in eine Synagoge einzudringen, um möglichst viele Juden zu töten. Er tötete zwei Passanten.