Halle (dpa/sa) - Die Händel-Festspiele haben erneut rund 58 000 Menschen nach Halle und in die Umgebung gelockt. Das seien etwa genauso viele Gäste wie im Vorjahr gewesen, teilten die Veranstalter mit. Auf dem nach eigenen Angaben größten Barock-Opern-Fest der Welt konnten Musikliebhaber in den vergangenen zweieinhalb Wochen 111 Veranstaltungen erleben. Davon war jede vierte kostenfrei. Das Programm war breit gestreut - von der klassischen Oper bis zur Aufführung mit Rockmusik. Einige Veranstaltungen fanden unter freiem Himmel statt. Unter anderem begeisterten das Konzert "Gender Stories" und das Orchester für Alte Musik Bern das Publikum. Neben Halle waren etwa auch Bernburg und Bad Lauchstädt Veranstaltungsorte.

Die Veranstalter stellten die Festspiele in diesem Jahr unter das Motto "Empfindsam, heroisch, erhaben - Händels Frauen". Anlass dazu waren aktuelle Diskussionen zur Gleichberechtigung, wie etwa die #MeToo-Debatte nach Übergriffen auf Frauen im Kulturbereich. Die Festspiele werden seit knapp 100 Jahren zu Ehren von Georg Friedrich Händel (1685-1759) veranstaltet. Der Barockkomponist wurde 1685 in Halle geboren und siedelte später nach England über. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt das Oratorium "Messiah". Die Festspiele neigten sich am Sonntag dem Ende.

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