Halle (dpa/sa) - Bei einer Mitarbeiterin eines Krankenhauses in Halle ist nach Angaben der Stadt eine als B.1.160 bezeichnete Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Die Frau befinde sich in häuslicher Quarantäne, sagte Amtsärztin Christine Gröger am Donnerstag. Ob der Krankheitsverlauf schwerer ist als bei anderen Varianten sei nicht bekannt. Die Klinikmitarbeiterin befinde sich in häuslicher Quarantäne. Wo sie sich angesteckt hat, sei noch unklar.

Ein Sprecher der Klinik teilte mit: "Die im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara gefundene Virus-Variante wird nicht den Problem-Mutanten zugerechnet". Nach ersten Erkenntnissen der Stadt hatte die Frau drei Kontaktpersonen im häuslichen Bereich. Eine Sequenzanalyse im Labor habe die Virus-Variante bei der Mitarbeiterin des Krankenhauses ergeben, erklärte die Amtsärztin. Als Konsequenz gälten Quarantäneregeln sowie Besuchsverbote für das Krankenhaus, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Ausgenommen seien Kinder- und Geburtenstation. Für alle Mitarbeiter und Patienten wurden nach Angaben der Saale-Stadt PCR-Tests angeordnet.

Alle Tests sollen nach Angaben der Stadt sequenziert werden, um eventuelle Mutationen festzustellen. Das Krankenhaus hat nach Angaben des Sprechers rund 1200 Mitarbeiter. Etwa 60 000 Menschen würden dort jährlich ambulant und stationär behandelt. In Sachsen-Anhalt sind nach Angaben des Sozialministeriums zuvor im Land britische und südafrikanische Mutationen des Coronavirus nachgewiesen worden. Eine fachliche Einschätzung der nun in Halle gefundenen Variante liege noch nicht vor.

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Statement Oberbürgermeister