Halle (dpa/sa) - Ob Bäcker, Fleischer, Optiker oder Friseure - Handwerksbetriebe in Halle befürchten wirtschaftliche Einbußen bei einer weitestgehend autofreien Altstadt. Wie die Handwerkskammer am Donnerstag mitteilte, könnte der Wegfall von Parkflächen dazu führen, dass weniger Menschen aus dem Umland in die City kommen. Der Stadtrat hat am Mittwoch eine Konzeption beschlossen, wonach die Altstadt künftig weitestgehend autofrei sein soll. Dies soll dazu beitragen, die Umwelt zu entlasten und Menschen mehr Lebensqualität zu bieten. Der Stadtratsbeschluss gilt als Basis dafür, damit die Stadt mit den konkreten Planungen im Detail beginnen kann. Angedacht ist dabei auch der Wegfall von Parkplätzen im Stadtzentrum.

Nach Angaben der Kammer haben in dem vorgesehenen Innenstadtbereich 118 Handwerksbetriebe ihren Sitz. Dazu gehören allein 25 Friseure, 23 Kosmetiker, zwölf Optiker und neun Schneider. Halle mit nach eigenen Angaben 241 000 Einwohnern ist geprägt von einem mittelalterlichen Kern mit schmalen Straßen. Die Stadt umfasst darüber hinaus Gebiete mit Alt- und Neubauten sowie Plattenbauten wie Halle-Neustadt. Nach 1990 entstanden am Stadtrand und im Umland von Halle auf der "grünen Wiese" Einkaufszentren mit Parkplätzen.

Der Stadtrat von Halle