Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff lehnt eine vorzeitige Lockerung des wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktverbots ab. "Wir bleiben dabei, dass wir grundsätzliche Tendenzen erst am 15. April mit der Kanzlerin besprechen, um ein einheitliches Agieren zu sichern", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Magdeburg.

Am 15. April, einen Tag später als bisher angekündigt, wollen sich demnach die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein weiteres Mal zu einer Telefonkonferenz zusammenschalten, um über eine Verlängerung der Einschränkungen zu beraten. Erst dann werde er zu einer Verlängerung des Kontaktverbots oder einer Lockerung Stellung beziehen, betonte Haseloff. Es sei noch nicht absehbar, wie sich die Lage bis dahin entwickelt.

Die Ergebnisse der Telefonkonferenz will Haseloff noch am selben Tag der Landesregierung und dem Pandemie-Stab des Sozialministeriums mitteilen. Am folgenden Donnerstag soll das Kabinett den neuen Beschluss von Bund und Ländern dann umsetzen. Das bundesweite Kontaktverbot gilt seit 23. März; am 1. April hatten sich Bund und Länder auf eine Verlängerung bis zum 19. April verständigt.