Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich erfolgreich an den Stimmbändern operieren lassen. Der Regierungschef habe am Montag eine ambulante Behandlung in der Universitätsklinik Magdeburg mit Vollnarkose gut überstanden und sei seit dem Nachmittag zuhause, sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe. Die Stimme müsse zwar noch einige Tage geschont werden. Eine richtige Pause verordnete sich Haseloff dennoch nicht: Er schrieb schon wenige Stunden nach der Operation fleißig E-Mails.

Der 64-Jährige ist seit einigen Wochen durchgehend heiser. Bei der MDR-Talkshow Riverboat hatte er am Freitagabend den Grund verraten: die Kohlekommission. Die letzte Sitzung des Gremiums habe fast 24 Stunden gedauert. "Das war der Punkt, wo ich mich auch überfordert habe, stimmlich." Die Stimmbänder entzündeten sich. Im Gespräch mit Moderator Jörg Kachelmann hatte Haseloff auch angekündigt, dass er sich am Montag die Stimmbänder "abraspeln" lassen wolle.

"Also bitte ins Nachtgespräch einschließen und in der Hoffnung, dass ich wieder aufwache", bemerkte der CDU-Politiker in der Sendung. Dieser Wunsch ist nun aufgegangen. Ab wann Haseloff wieder ganz bei klarer Stimme ist, bleibt abzuwarten. Der Ministerpräsident habe sich extra die Winterferienwoche für den Eingriff ausgesucht, erklärte der Regierungssprecher. "Terminlich tritt er jetzt erstmal kürzer."

Riverboat-Sendung vom 08. Februar