Halle (dpa/sa) - Heizöl und Kraftstoffe sind im Juni in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahr deutlich günstiger geworden und haben den Anstieg der Verbraucherpreise im Land gebremst. Die Jahresteuerungsrate habe im Juni bei 0,7 Prozent gelegen, ohne den Einfluss der Kraftstoff-Preise wäre ein Niveau von 1,5 Prozent erreicht worden, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mit. Im Mai war eine Teuerungsrate von 0,5 Prozent gemessen worden nach 1,0 Prozent im April und 1,4 Prozent im März.

Die Statistiker machten bei Heizöl im Vergleich zum Juni 2019 Preissenkungen von 22,7 Prozent aus. Kraft- und Schmierstoffe für Fahrzeuge seien um 16,4 Prozent günstiger geworden. Gegenüber Mai dieses Jahres hingegen stiegen die Preise für Benzin bereits um 5,6 Prozent und für Dieselkraftstoff um 3,9 Prozent.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mussten die Menschen im Land den Angaben zufolge vier Prozent mehr berappen als im Vorjahresmonat. Obst wurde um 10,7 Prozent, Fleisch- und Fleischwaren um 8,8 Prozent teurer. Die Verbraucherpreise für Molkereiprodukte und Eier legten um 4,1 Prozent zu, die für Gemüse um 2,9 Prozent. Tabakwaren wurden laut den Statistikern um 6,2 Prozent teurer, Bier um 3,1 Prozent.

Und auch wer in diesem Juni verreisen wollte, musste die Urlaubskasse stärker belasten. Für Dienstleistungen in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben seien, unter anderem beeinflusst durch Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie, um 3,5 Prozent höhere Preise als ein Jahr zuvor angefallen. Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und im Straßenverkauf seien im Schnitt um 4,1 Prozent teurer gewesen.

Pressemitteilung Statistisches Landesamt zu Verbraucherpreisen im Juni 2020