Halle (dpa/sa) - Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt weiter die mit Abstand häufigsten Todesursachen gewesen. 40,4 Prozent aller Todesfälle seien auf Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck sowie andere Kreislauferkrankungen zurückzuführen gewesen, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Halle zur Statistik des Jahres 2019 mit. Krebserkrankungen machten 26,6 Prozent aller Todesfälle im Land aus.

Am häufigsten sei dabei Krebs an den Verdauungsorganen (33,4 Prozent) gewesen, Lungenkrebs (18,9 Prozent) und bei Frauen Brustkrebs (15 Prozent). Insgesamt seien 2019 landesweit 4785 Männer und 3809 Frauen infolge einer Krebserkrankung gestorben. Durchschnittlich seien die Betroffenen 73,7 Jahre alt geworden.

Alles in allem starben den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 32 299 Menschen landesweit, davon 16 064 Frauen und 16 235 Männer. Das entsprach einem Rückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zu 2019. Frauen starben durchschnittlich im Alter von 81,3 Jahren, Männer im Schnitt 6,8 Lebensjahre früher mit 74,5 Jahren.

Die Statistik zeigt zudem, dass im vergangenen Jahr 1321 Menschen eines nicht natürlichen Todes starben. Das machte einen Anteil von 4,1 Prozent aller Verstorbener aus. Am häufigsten dabei waren Verletzungen und Vergiftungen, an denen insgesamt 765 Männer und 556 Frauen starben. Durch Mord und Totschlag seien im vergangenen Jahr im land 17 Menschen ums Leben gekommen.

Bei Verkehrsunfällen kamen 121 Menschen ums Leben, wiederum mehr Männer (93) als Frauen (28). Etwas mehr als die Hälfte aller tödlichen Unfälle seien im häuslichen Umfeld passiert. Es habe sich oft um Stürze älterer Menschen gehandelt, teilten die Statistiker weiter mit. Je elf Todesfälle gab es durch Sport- und Spielunfälle sowie Arbeits- und Schulunfälle. Die Zahl der Suizide bezifferte das Statistische Landesamt auf 340, 87 Frauen und 253 Männer.

Pressemitteilung Statistisches Landesamt zu Todesursachen