Magdeburg (dpa/sa) - Das Coronavirus breitet sich in Sachsen-Anhalt deutlich schneller aus als zu Beginn des Teil-Lockdowns im November. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium 652 Neuinfektionen und damit mehr als je zuvor an einem einzelnen Tag. Erst am Mittwoch hatten die Neuinfektionen mit 609 einen neuen Höchstwert erreicht. Neun Menschen starben in Sachsen-Anhalt zwischen Mittwoch und Donnerstag, 76 Covid-19-Patienten liegen derzeit auf Intensivstationen, davon werden 40 beatmet.

Mit dem erneuten Zuwachs überstieg die Zahl der derzeit Infizierten erstmals die 6000: Am Donnerstag waren laut Ministerium 6108 Menschen im Land infiziert. Von den seit Beginn der Pandemie insgesamt nachgewiesenen 17 112 Fällen galten 10 753 Menschen als genesen. Von 100 000 Einwohnern sind binnen einer Woche landesweit 147,4 positiv getestet worden. Zum Beginn des derzeitigen Teil-Lockdowns Anfang November hatte dieser Wert landesweit noch bei 56,1 gelegen.

Besonders angespannt ist die Lage weiter im Süden des Bundeslandes: Im Burgenlandkreis lag der Wochenwert pro 100 000 Einwohner mit 296,3 mehr als doppelt so hoch wie im Landesschnitt. Vergleichsweise glimpflich ist die Situation in Magdeburg, wo pro 100 000 Einwohner und Woche zuletzt nur 78,7 Einwohner positiv getestet wurden.