Magdeburg/Halle/Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Corona-Pandemie verändert auch das Holocaust-Gedenken in den jüdischen Gemeinden am heutigen Dienstag in Sachsen-Anhalt. In Magdeburg lädt die Synagogen-Gemeinde zwischen 9.00 und 17.00 Uhr unter freiem Himmel zum individuellen Gedenken an die ermordeten und vertriebenen Juden in Europa ein. "Das wird eine permanente Gedenkenveranstaltung über acht Stunden", sagte der Vorstandsvorsitzende der Synagogengemeinde Wadim Laiter. Man wolle alle Corona-Auflagen einhalten, deshalb werde auf Reden und Lesungen verzichtet.

In Halle überträgt die jüdische Gemeinde das Gedenken ab 17.00 Uhr via Facebook. Wie in Magdeburg werden Gedenkkerzen angezündet und die Namen der Juden aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts verlesen, die von den Nazis getötet wurden. Für das Gedenken in Halle werden Angaben der Gemeinde zufolge Videobotschaften und Live-Beiträge zusammengestellt. Der Tag ist der nationale israelische Gedenktag für die sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet wurden.

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