Wittenberg (dpa/sa) - Mit Tempo 160 ist ein ICE in der Nähe von Wittenberg in ein Fahrrad gerast, das Unbekannte ins Gleichbett geworfen hatten. Verletzt wurde bei dem Vorfall am Mittwoch niemand, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. "Im schlimmsten Fall hätte der ICE entgleisen können", hieß es. Passagiere und Besatzung des ICE kamen mit dem Schrecken davon. An dem Zug wurde laut Polizei der Schienenräumer beschädigt, durch die Kollision und das Mitschleifen des Fahrrades wurden zusätzlich circa 30 Meter Kabel aus dem Gleis gerissen. Das Fahrrad wurde komplett zerstört.

Nach einer umfangreichen technischen Überprüfung habe der Zug seine Fahrt fortsetzen können, so die Polizei. Durch die 50-minütige Streckensperrung kam es jedoch zu Verspätungen, wovon insgesamt 29 Züge im Personen- und Güterverkehr betroffen waren. Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg hat die Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und bittet um Mithilfe zur Ergreifung der Täter.

Mitteilung der Bundespolizei