Dessau-Rosslau (dpa/sa) - Der diesjährige Moses Mendelssohn Preis der Stadt Dessau-Rosslau und der Moses Mendelssohn Stiftung wird an Prof. Dr. Ismar Schorsch verliehen. Damit werde ein Wissenschaftler geehrt, der sich "seit vielen Jahren der deutsch-jüdischen Literatur und Kultur" und damit der Erbschaft Moses Mendelssohns verschrieben habe, teilten die Organisatoren am Freitag mit.

Der in den USA lebende Professor für Jüdische Geschichte wurde 1935 in Hannover als Sohn eines Rabbiners geboren. Schorsch war von 1986 bis 2006 Kanzler des Jewish Theological Seminary (JTS) in New York, einer Rabbinerlehranstalt. Sein "Einsatz für den israelisch-palästinensischen Friedensprozess an der Seite von Bill Clinton machte ihn in den 1990er Jahren einer breiteren Öffentlichkeit bekannt", teilten die Organisatoren mit. Es sei der interreligiöse Dialog, um den es ihm immer wieder gehe, "als Dialog auf Augenhöhe". Der Preis soll am Sonntag um 11 Uhr im Rangfoyer des Anhaltischen Theaters Dessau verliehen werden.