Halle (dpa) - Die steigende Zahl an Flüchtlingen schiebt nach Einschätzungen des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) das Wirtschaftswachstum im Osten an. Vor allem Hersteller von Verbrauchsgütern und Dienstleister in der Wohnungswirtschaft und im Gesundheitssektor dürften im laufenden Quartal profitieren, wie die Ökonomen am Donnerstag mitteilten. Die Experten rechnen für die ostdeutschen Bundesländer ohne Berlin mit einem realen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal.

Im zweiten Quartal war die Wirtschaft laut IWH im Osten ebenfalls um 0,5 Prozent gewachsen. Das entspreche der Entwicklung im Westen Deutschlands. Der Dienstleistungssektor habe für den Aufwärtstrend im Osten eine stärkere Rolle gespielt. Vor allem Handel, Verkehr und Gastgewerbe profitierten den Ökonomen zufolge von der Konsumkonjunktur.

Hinweise des IWH zur Berechnung des Konjunkturbarometers

Mitteilung des IWH zur aktuellen Konjunkturentwicklung