Langenweddingen (dpa/sa) - Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt hat im Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest mehr Unterstützung von der Politik gefordert. Unter anderem müssten die Kosten für die Jäger reduziert werden, sagte Verbandsgeschäftsführer Wilko Florstedt am Mittwoch in Langenweddingen. Wenn etwa ein Wildschwein erlegt werde, müsse eine Probe in der Regel beim Veterinäramt eingereicht werden, um das erlegte Tier auf Krankheiten untersuchen zu lassen. "Die Jäger müssen die Gebühr selbst bezahlen", erklärte Florstedt. Auch für mögliche Fahrten fielen Kosten an. Je mehr Wildschweine ein Jäger schieße, desto kostenintensiver sei das. Um eine mögliche Afrikanische Schweinepest im Land einzudämmen, müsse aber der Bestand der Tiere reduziert werden.

In einem offenen Brief von Mittwoch forderte Verbandspräsident Dietmar Specht einen runden Tisch mit Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert (Die Grünen). Beim Kampf gegen die Seuche brauche es "notwendige Rahmenbedingungen", hieß es darin. Im benachbarten Bundesland Brandenburg seien bereits Fälle der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. Es sei "nicht auszuschließen, dass die Seuche auch unser Land erreicht", hieß es. Eine gemeinsame Zusammenarbeit - auch mit anderen Verbänden - sei daher unabdingbar. Neben der Reduktion von Kosten beim Kampf gegen einen möglichen Seuchenausbruch müssten auch andere gesetzliche Vorgaben diskutiert werden.