Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt ist den jüngsten Zahlen des Jahresmonitors Berufsausbildung zufolge jeder dritte Ausbildungsvertrag vorzeitig beendet worden. Im Bundesländervergleich sei Sachsen-Anhalt im Jahr 2018 mit 34,7 Prozent das Land mit der höchsten Abbrecherquote gewesen, knapp vor Berlin mit 34,6 Prozent und Brandenburg mit 32,6 Prozent, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Magdeburg mit. Besonders viele Ausbildungen werden demnach in den Berufen Friseur, Koch, Hotelfachmann und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk abgebrochen. Mehr als jeder zweite Abbrecher beginnt jedoch danach eine neue Ausbildung.

Insgesamt seien im Ausbildungsjahr 2017/18 rund 10 600 neue Verträge abgeschlossen worden, hieß es weiter. Das seien 279 mehr als im Vorjahreszeitraum gewesen. Dieses Plus von 2,7 Prozent liege über dem Anstieg in Deutschland insgesamt und in Ostdeutschland. Erfreulich: Drei von vier Jugendlichen bleiben nach der Ausbildung im Lehrbetrieb. Die Übernahmequote liegt den Angaben zufolge mit 76 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt.