Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Landesregierung will über die bisherigen Ergebnisse des Teil-Lockdowns beraten und eine neue Teststrategie zum Schutz besonders gefährdeter Menschen verabschieden. Dazu kommt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) heute mit seinen Kabinettskollegen zusammen.

Überraschungen sind nicht zu erwarten. Haseloff hatte bereits am Montag nach Beratungen mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern erklärt, die Maßnahmen hätten sichtbar dazu geführt, in Sachsen-Anhalt die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu deckeln. Trotzdem sollen die geltenden Beschränkungen bis Ende November bestehen bleiben. Sachsen-Anhalt habe das Ziel von weniger als 50 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner und Woche noch nicht erreicht. Dieser Wert soll unterschritten werden, damit die Gesundheitsämter Ansteckungswege nachverfolgen und das Geschehen kontrollieren können.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) will nach der Kabinetts-Sitzung über die aktualisierte Teststrategie informieren. Krankenhäuser und Altenheime sollen demnach verstärkt Schnelltests bei Patienten und Personal einsetzen. In Regionen mit hohen Fallzahlen sollen auch Besucher getestet werden, wie eine Ministeriumssprecherin sagte.

So sollen ältere und kranke Menschen besser vor einer Ansteckung geschützt werden, da sie ein erhöhtes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken. Zuvor hatte das Land bereits eine halbe Million Schnelltests bestellt, um Krankenhäuser und Pflegeheime auszurüsten. Mit den Änderungen setzt das Land Vorgaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um.