Dessau-Roßlau (dpa/sa) - In Teilen des zum Unesco-Welterbe gehörenden Gartenreichs Dessau-Wörlitz rückt man dem Eichenprozessionsspinner aus der Luft zu Leibe. Von diesen Montag an werde ein Hubschrauber die Bäume mit einem Biozid besprühen, das die Ausbreitung des Schädlings verhindern soll, teilte die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz am Freitag mit. Insgesamt werde eine Fläche von rund 1200 Hektar überflogen, hieß es. Dazu gehören unter anderem der Sieglitzer Waldpark, der Friedwald und Teile des Schlossparks Oranienbaum. Während der Maßnahmen und zwölf Stunden danach seien diese Bereiche für Besucher gesperrt.

Wie lange die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft dauere, hängt den Angaben zufolge vom Wetter ab. Sollte es nötig sein, werde man den Einsatz mit Absauggeräten die gesamte Saison fortführen, hieß es. In einigen Gebieten würden Nester und Larvenrückstände auch vom Boden aus abgesaugt. Die Raupen des Schmetterlings leben in Nestern an Eichenbäumen. Sie bilden giftige Härchen aus, die bei Berührung zu heftigen allergischen Reaktionen und Juckreiz führen können.

Mitteilung Kulturstiftung Dessau-Wörlitz