Magdeburg (dpa/sa) - Der Vorstandsvorsitzende der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung, Karl-Heinz Paqué, fordert eine schnelle und unbürokratische Finanzhilfe für die von der Corona-Krise angeschlagene Wirtschaft. "Wichtig ist, dass die Vergabe der Mittel unbürokratisch erfolgt", schreibt der ehemalige Finanzminister von Sachsen-Anhalt in einem Gastbeitrag für die Magdeburger Volksstimme am Samstag. Es sei keine Zeit für langwierige Antragsprüfungen, fast formlose Anträge müssten genügen. Die Bundesregierung habe mit dem Notprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die richtige Botschaft gesendet.

Das Geld müsse rasch bereit gestellt werden. "Ob als rückzahlbarer Kredit, Steuergutschrift oder gar als Transfer ohne Gegenleistung" sei derzeit zweitrangig, so Paqué. Wenn die Corona-Krise überstanden sei, ließe sich auch nachträglich prüfen und feststellen, wer nur vorübergehende Verluste zu verzeichnen hatte oder mit dauerhaften wirtschaftlichen Schäden aus der Krise gehe. "Mit einer nachträglichen Prüfung könnte man deshalb auch, wenn nötig, Kredite in Transfers umwandeln", schreibt Paqué. Die öffentlichen Schulden würden in Zeiten der Corona-Krise zweifellos steigen. Dies sei aber laut Paqué "für Deutschland als Ganzes kein großes Problem".