Aschersleben (dpa/sa) - Eine Woche nach einem Brand in der islamischen Gemeinde in Aschersleben im Salzlandkreis gibt es keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern. Zurzeit sei zudem die Frage offen, ob das Feuer im Inneren des Gebetsraums ausgebrochen war oder von außen entstand, teilte die Polizei mit. Einen technischen Defekt oder eine Selbstentzündung wird ausgeschlossen. Ein Spürhund habe erste Anhaltspunkte auf Brandbeschleuniger geliefert.

Am Freitag besuchte die Linksfraktion des Landtags Sachsen-Anhalt die Räumlichkeiten. "Wir sind heute hier, weil uns die Meldung über den Brandanschlag erschüttert hat", sagte der Landtagsvizepräsident und Linken-Abgeordneter Ulf Gallert. "Wir wollen zeigen, dass die Gemeinde nicht alleine ist". Zudem sei eine Spende von 500 Euro überreicht worden, die helfen soll, die Schäden des Brandes zu beheben. Erschütternd sei der Vorfall auch, weil dies nicht der erste Anschlag auf islamische Gläubige in Sachsen-Anhalt gewesen sei.

Die Feuerwehr hatte am vergangenen Freitag die verschlossene Tür des Raumes aufgebrochen, um das Feuer bekämpfen zu können. Anschließend brachte sie den Brand schnell unter Kontrolle. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt.

"Ich habe den Eindruck, dass sich die Gläubigen nicht einschüchtern lassen", betonte Gallert. Aber alleine wegen der optischen Rückstände wie zerbrochenen Fenstern und Brandspuren könne das nicht komplett ignoriert werden.