Radebeul/Halle (dpa) - Die Diakonie Sachsen bittet zur diesjährigen Straßensammlung um Unterstützung für ihre Schuldnerberatung. Ziel sei es, dass die Berater mobiler werden und Betroffene aufsuchen könnten - gerade dann, wenn diese kein Auto haben und kein Bus fahren, um in die Beratungsstellen zu kommen, informierte der Sozialverband der Evangelischen Landeskirche. "Doch zur aufsuchenden Beratung brauchen die Mitarbeitenden die entsprechende Ausstattung: Laptop, Scanner, Drucker und Handy", heißt es in einer Mitteilung. Außerdem sollen mit Hilfe der Spenden die Beratungszeiten erweitert werden, damit Hilfesuchenden auch abends beraten werden können.

Nach dem Auftakt an diesem Freitag läuft die Straßensammlung bis 22. November. Traditionell sind dazu Ehrenamtliche mit Spendenbüchsen etwa in Innenstädten unterwegs. Doch wegen der Corona-Pandemie sei dies nur sehr eingeschränkt möglich, hieß es. Deswegen bittet die Diakonie Sachsen auch um Online-Spenden oder Überweisungen. Sie betreibt nach eigenen Angaben 18 Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und hat dort im vergangenen Jahr rund 3000 Betroffenen unterstützt.

Auch die Diakonie Mitteldeutschland, die hauptsächlich in Thüringen und Sachsen-Anhalt tätig ist, aber auch in einigen Regionen Sachsens und Brandenburgs sammelt für Menschen in Not. Aufgrund der Corona-Pandemie müssten in diesem Jahr größere Abstände zu den Spendern und strengere Hygiene-Vorschriften eingehalten werden, wie Sprecher Frieder Weigmann in Halle sagte. Dennoch soll auf die traditionelle Straßensammlung nicht verzichtet werden. Gerade wegen der Corona-Krise seien mehr Menschen in Not.

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