Magdeburg (dpa/sa) - Der kleine Giraffenbulle im Magdeburger Zoo ist an einer Blutvergiftung gestorben. Das teilte der Zoo am Freitag unter Berufung auf ein entsprechendes Gutachten der Tierärztlichen Hochschule Hannover mit. Die am 1. Juni geborene Rothschild-Giraffe wurde von ihrer unerfahrenen Mutter Shani demnach nicht angenommen und daraufhin mit der Flasche aufgezogen. Wegen eines fehlenden Reflexes beim Schlucken sei die Milch nicht in den Labmagen geleitet worden, wo Kälber sie verdauen können.

Stattdessen sei sie in den Pansen gelangt, wo die Milch angefangen habe zu gären. Dadurch sei die normale Bakterienflora im Pansen abgestorben, wobei Zellgifte freigesetzt und die Pansenwand beschädigt worden seien. Dadurch konnten Keime den Angaben zufolge in die Blutbahn eindringen und eine Blutvergiftung auslösen.

Der Magdeburger Zoo hat mit seinen Giraffen zuletzt einiges durchgestanden: Kurz zuvor hatte Shanis Mutter Femke nach langem Warten ein totes Kalb zur Welt gebracht. Wenig später starb auch Femke. Umso größer war die Überraschung, als plötzlich Shani ihr Jungtier zur Welt brachte.