Halle/Leipzig (dpa) - Angesichts der kritischen Corona-Situation haben die Kliniken in Halle dem Nachbarland Sachsen unter die Arme gegriffen. In Halle seien 15 Patienten aus Sachsen übernommen worden, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag. Derzeit seien insgesamt knapp 115 Corona-Patienten in den Krankenhäusern der Stadt. Die Kliniken gerieten angesichts des steigenden Infektionsgeschehens immer stärker unter Druck. Die Ampel stehe auf "Gelb bis Dunkelgelb".

Am Donnerstag lag die Inzidenz bei 172,14 Infizierten pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage und erreichte damit einen Höchstwert. Im Vergleich zum Vortag starben drei weitere Menschen. Damit betrug die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Donnerstag 47.