Magdeburg (dpa/sa) - Um die Wirtschaft während der Corona-Pandemie zu beleben, will Sachsen-Anhalt weitere Unternehmen ins Land holen und mehr Investitionen fördern. Die Landesregierung habe für das laufende Jahr deshalb weitere 56,3 Millionen Euro bereitgestellt, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Montag. Die Mittel stammen aus dem Corona-Nachtragshaushalt der Landesregierung. Durch das zusätzliche Geld vom Land können auch weitere Bundesmittel von ebenfalls 56,3 Millionen Euro abgerufen werden. Dadurch stehen für die Förderung von Investitionen in diesem Jahr weitere 112,5 Millionen Euro und damit insgesamt 235,7 Millionen Euro bereit.

Willingmann betonte, wie wichtig es sei, Arbeitgeber ins Land zu holen. Es gebe dabei einen Wettbewerb unter den Bundesländern, in dem sich Sachsen-Anhalt immer besser behaupte. Als Beispiel nannte der Minister die Ansiedlung des Batteriezellen-Herstellers Farasis in Bitterfeld-Wolfen, ein neues Porsche-Werk in Halle und eine moderne Papierfabrik der Progroup in Sandersdorf-Brehna (Anhalt-Bitterfeld).

Willingmann sprach sich am Montag auch für weitere Unternehmens-Hilfen aus, falls die Corona-Regeln wegen der steigenden Infektionszahlen wieder verschärft werden. Denkbar sei etwa die Übernahme von Storno-Kosten für Tourismusbetriebe oder ein Unternehmerlohn.