Magdeburg (dpa/sa) - Den Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt steht in diesem Jahr ein Budget von mehr als 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Das teilte ein Sprecher des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mit. Ohne Psychiatrie- und Pflegebudget liege ein Landesbudget von rund 1,81 Milliarden Euro vor. Darauf hätten sich die Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt und die Verbände der Krankenkassen geeinigt. Somit stehen den Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt voraussichtlich etwa 36 Millionen Euro mehr als im letzten Jahr für die Behandlung der Patienten zur Verfügung.

Der vereinbarte landesweit geltende Basisfallwert für die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt beträgt 3738,74 Euro und liegt damit rund 75 Euro über dem von 2020. Er bildet die Grundlage für die Abrechnung von Krankenhausleistungen über Fallpauschalen. Er legt so maßgeblich die Höhe der Preise fest, die das Krankenhaus für die medizinische Leistung von den Krankenkassen und privaten Krankenversicherungsunternehmen vergütet bekommt und damit auch die Höhe des Finanzvolumens, über das jedes Krankenhaus verfügen kann.

Anhand der erwarteten Fallzahlen können die Krankenkassen ihre Kostenentwicklung abschätzen. In Sachsen-Anhalt werden in 46 Plankrankenhäusern über 600 000 Patienten pro Jahr stationär behandelt.

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