Halle (dpa/sa) - Die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt fordern mehr Hilfe vom Bund. Nötig sei ein Rettungsschirm, um die Corona-Pandemie personell und finanziell stemmen zu können, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft im Land, Gösta Heelemann, am Donnerstag. Dafür sollten Untergrenzen für den Einsatz von Pflegepersonal aufgehoben und eine Bezahlung für frei gehaltene Betten sichergestellt werden. Angesichts steigender Infektionszahlen benötigten die Kliniken verlässliche Rahmenbedingungen, um für die zweite Corona-Welle gewappnet zu sein.

Zugleich versicherte Heelemann, niemand müsse sich sorgen, nicht behandelt zu werden. Die Kliniken seien auf steigende Patientenzahlen vorbereitet. Durch den Aufbau von Reservekapazitäten im Intensivbehandlungsbereich gebe es deutlich mehr Beatmungsbetten als zu Beginn der Pandemie. Der Infektionsschutz sei optimiert, Vorräte an Schutzausrüstungen und Desinfektion seien aufgestockt worden. Die Krankenhausgesellschaft vertritt die Träger der 47 Kliniken im Land.

Pressemitteilung Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt