Berlin (dpa/sa) - In der Corona-Krise sollen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung erfuhr. Sachsen-Anhalts Landesregierung muss die Beschlüsse von Bund und Ländern allerdings noch in Landesrecht umsetzen und kommt dafür am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen.

Die Geschäfte sollen laut der Einigung unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen dürfen. Die massiven Einschränkungen in der Corona-Krise mit der Schließung von Geschäften hatten die Wirtschaft schwer belastet. Der private Konsum ist eingebrochen, wie das Bundeswirtschaftsministerium in einem aktuellen Bericht geschrieben hatte.

Wirtschaftsverbände hatten einen verbindlichen Fahrplan über das Hochfahren der Wirtschaft gefordert. Die Politik hatte umfassende Hilfspakete auf den Weg gebracht, um Jobs und Firmen zu erhalten. Sachsen-Anhalt stellte für die ersten Hilfen 150 Millionen Euro bereit.

Der Handelsverband Deutschland hatte unmittelbar vor der Entscheidung von Bund und Ländern davor gewarnt, zunächst nur kleine Läden zu öffnen. Eine 800-Quadratmetergrenze verlaufe mitten durch die Innenstadt, hieß es. Ein mittelgroßes Bekleidungsgeschäft und der Elektronikhändler zum Beispiel hätten weiterhin geschlossen, Schuhläden und Haushaltswarengeschäfte etwa dürften wieder öffnen.