Blankenburg (dpa) - Nach der Explosion mit einem Toten und vielen Verletzten in einem Wohnblock in Blankenburg ermittelt jetzt offiziell die Kriminalpolizei. Es sei ein Verfahren wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eingeleitet worden, teilte die Polizei im Harz am Freitagabend mit. Neben Kriminalisten aus Magdeburg seien auch die Experten der Tatortgruppe des Landeskriminalamts in die Ermittlungen eingebunden.

Am Freitagmorgen war es in einer Wohnung eines Fünfgeschossers zu einer Explosion und einem anschließenden Feuer gekommen. Ein Mann kam ums Leben, mehrere Bewohner und einige Einsatzkräfte wurden verletzt. Die Ursache für die Explosion muss noch ermittelt werden. Laut Polizei wurden in der Wohnung mehrere Gasflaschen sowie Geräte zum Heizen gefunden. Ob das Unglück dadurch ausgelöst wurde, ist offen.

Die Ermittlungen vor Ort wurden dadurch erschwert, dass nach der Explosion der Zustand der Brandwohnung unklar war. Am Nachmittag prüfte das Technische Hilfswerk die Statik und stützte das Gebäude mit Holzbalken ab. Im Anschluss sollten die Ermittler in die Wohnung zurückkehren, um sie weiter zu untersuchen, hieß es. Eine offene Frage konnten die Beamten indes bereits klären: Entgegen erster Vermutungen wurde in der Wohnung doch keine Munition gefunden.

Mitteilung des Polizeireviers Harz zur Explosion in Blankenburg