Gardelegen (dpa/sa) - In den vergangenen Jahren sind die Lagerbestände an Fundmunition in Sachsen-Anhalt deutlich verringert worden. Vor zwölf Jahren etwa waren es noch mehr als 5500 Tonnen. Inzwischen sind es deutlich weniger als 1000 Tonnen, berichtet der Einsatzleiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, Torsten Kresse. "Wir schieben nicht mehr so einen großen Berg vor uns her." Pro Jahr werden im Zerlegebetrieb in der Colbitz-Letzlinger Heide 300 bis 400 Tonnen vernichtet. Parallel wird laut Kresse unvermindert Munition gefunden. 64,5 Tonnen seien es 2019 im Land gewesen, 2018 etwa 41 Tonnen.

Und auch in den Corona-Zeiten sei bislang noch nicht zu merken, dass Hinweise von Bürgern zurückgehen, sagte Kresse. Die Kampfmittelräumer gingen den Meldungen auch weiter nach. Allerdings gebe es derzeit keine gezielten und geplanten Sondierungen innerhalb von Ortschaften, beispielsweise auf Baustellen. Damit sollen auch Evakuierungsaktionen verhindert werden, bei denen etwa Pflegeheime einbezogen sein könnten.

Infos Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen-Anhalt