Magdeburg (dpa/sa) - Im Streit um millionenschwere Nachzahlungen an den früheren Manager der landeseigenen Beteiligungsgesellschaft IBG geht Sachsen-Anhalt in die nächste Runde. Das Land legte vor wenigen Tagen Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Magdeburg ein, wie ein Sprecher des Finanzministeriums am Dienstag sagte. Damit muss sich jetzt das Oberlandesgericht mit dem Fall beschäftigen. Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" (Dienstag) darüber berichtet.

Der frühere Manager der Beteiligungsgesellschaft IBG, Dinnies Johannes von der Osten, hatte geklagt, weil aus seiner Sicht das Land einen Vertrag mit ihm zu Unrecht fristlos gekündigt hatte. Das Magdeburger Landgericht folgte seiner Argumentation und entschied, dass Sachsen-Anhalt vereinbarte Vergütungen in Höhe von 5,6 Millionen Euro sowie Zinsen von bis zu 8 Prozent nachzahlen muss.

Das Land will dieses Urteil nicht akzeptieren und rief die nächste Instanz an. Sachsen-Anhalt hatte den Vertrag mit von der Ostens Firma im Jahr 2013 gekündigt, weil er sich auch privat an einem Unternehmen beteiligt hatte, das über die IBG gefördert wurde. Der Fall wurde in einem Untersuchungsausschuss des Landes aufgearbeitet.